Politische Vita
Da meine jahrelange Tätigkeit in der Krebsforschung als physikalisch-technische Assistentin meinen Blick für Problemfelder im Gesundheitssektor geschärft hatte, wollte ich mich hier für längst überfällige Verbesserungen einsetzen.
In den Jahren zwischen 1985 und 1989 habe ich als gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer sowie als ehrenamtliche Stadträtin vor allem versucht, neue Wege in der Drogenpolitik einzuschlagen, die Sucht als Krankheit zu begreifen und den Drogenabhängigen Hilfe statt Strafe anzubieten.
Auch nach meiner Wahl in den Bundestag 1990 hat mich die Drogenpolitik als Mitglied des Gesundheitsausschusses und stellvertretende drogenpolitische Sprecherin weiter begleitet. Durch die intensive Auseinandersetzung mit den Schicksalen von HIV-Infizierten, habe ich hautnah miterlebt, wie Krankheit Grund für gesellschaftliche Isolierung werden kann.
Ob in meiner Position als gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion (1998-2000), in der Funktion als stellvertretende Fraktionsvorsitzende für den Bereich "Gesundheit und Pflege" (2000-2001) als Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Gesundheit (2001-2002) oder jetzt als Fraktionsvize für den Bereich "Gesundheit und Soziale Ordnung, Petitionen": Grundlage meiner politischen Arbeit ist stets die Überzeugung, daß es keine Ausgrenzung in unserem Gesundheitswesen geben darf. Deshalb war es mir besonders wichtig, für alte Menschen, Kinder, chronisch Kranke und Menschen mit Behinderungen spürbare Verbesserungen ihrer gesundheitlichen Situation erreichen zu können. Auch die Frage nach der zukünftigen Finanzierbarkeit unseres Gesundheitssystems ist nach meiner festen Überzeugung nur im solidarischen Kontext und nicht in einer Abkehr vom Solidarsystem zu lösen.
Jede Entscheidung, die ich in meiner Funktion zu fällen habe - sei es im Bereich der Transplantationsmedizin, der Humangenetik oder der Fortpflanzungsmedizin - erfordert eine grundsätzliche Abwägung unterschiedlicher ethischer, wissenschaftlicher und rechtlicher Fragen. Um hier am Ende für die Betroffenen die beste Lösung erzielen zu können, ist ein breit angelegter, offener Dialog die tragfähigste Grundlage für politische Beschlüsse.
Bei allen technischen Neuerungen, die der rasante medizinische Fortschritt ermöglicht, bin ich dennoch früh zu der Überzeugung gelangt, daß die Selbstbestimmung der Patienten und ein ausreichendes Wissen über ihre Krankheit, eine ebenso wichtige Rolle spielt. Deshalb war in allen Jahren meiner politischen Arbeit mein ehrenamtliches Engagement von besonderer Wichtigkeit für mich. Als Präsidentin der Deutschen Rheumaliga, der größten Selbsthilfeorganisation in Deutschland, habe ich deren zahlreiche Erfolge für die Mitglieder mit verfolgen können.
Schon als Parlamentarische Staatssekretärin aber auch jetzt als Fraktionsvize haben Arbeitsintensität und terminliche Verpflichtungen natürlich noch weiter zugenommen. Aber ich bin nach wie vor viel in meinem Wahlkreis unterwegs. In den direkten Gesprächen mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort erhalte ich unverzichtbare Anregungen für meine politische Arbeit.
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