Willkommen auf meiner Homepage
Herzlich Willkommen auf meiner Homepage! Hier erhalten Sie Informationen über mich als Person, meine Arbeit im Bundestag und meinen Wahlkreis in Frankfurt am Main. Meine Arbeitsschwerpunkte ergeben sich aus meiner Funktion. Als stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion bin ich für die Bereiche Gesundheit und Soziale Sicherung (also Pflege, Rente, Sozialhilfe
) und Petitionen zuständig.
Ich bin also in der glücklichen Lage, politische Arbeit auf einem Feld zu leisten, das jede Bürgerin, jeden Bürger unmittelbar angeht und interessiert. Denn auch wer jung ist und sich bester Gesundheit erfreut, macht sich über seine medizinische Versorgung und Altersabsicherung Gedanken.
Seit ich vor über 30 Jahren angefangen habe, mich sozialpolitisch zu engagieren, hat sich im Wesentlichen an meiner Grundüberzeugung nichts geändert. Verändert haben sich allerdings die Rahmenbedingungen innerhalb derer wir uns heute bewegen.
Ich war und bin davon überzeugt, dass das Prinzip der solidarisch finanzierten Sozialen Sicherungssysteme ein breites Fundament unseres Gemeinwesens bildet. Nur wenn Junge für Alte, Gesunde für Kranke und Singles für Familien einstehen, können wir individuelle Härten und Risiken abfangen. Gemeint ist nicht die soziale Hängematte, sondern eine gesunde Basis, die es Menschen ermöglicht, in Zeiten zunehmender Unsicherheit, mit Eigeninitiative, Mut und Risikobereitschaft ihr Leben eigenverantwortlich zu gestalten, weil sie auf die Sicherheiten, die der Sozialstaat ihnen gibt, bauen können.
Wir Sozialpolitiker stehen somit vor der großen Herausforderung, unsere Sozialen Sicherungssystem den veränderten Bedingungen anzupassen, sie gleichsam zukunftssicher zu machen.
Albert Einstein, dessen 200. Geburtstag wir in diesem Jahr feiern, hat einmal festgestellt: "Wenn Sie so denken, wie Sie immer gedacht haben, werden Sie so handeln, wie Sie immer gehandelt haben, werden Sie das bewirken, was Sie immer bewirkt haben."
Angesichts leerer Kassen, hoher Staatsverschuldung, einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft und einer abnehmenden Zahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter können wir es uns meiner Überzeugung nach nicht leisten, so zu denken wie wir immer gedacht haben.
Mehr denn je sind wir Sozialpolitiker heute gefordert eine klare Bestandsaufnahme der gesellschaftlichen Verhältnisse vorzunehmen und zeitgemäße, d. h. vor allem praktikable Regeln für den Erhalt unserer Sozialen Sicherungssysteme zu finden. Was gestern noch richtig war, kann morgen falsch sein.
Beispielsweise müssen der Generationenvertrag in der Rente ebenso wie die Koppelung der Gesetzlichen Krankenversicherung an den Faktor Arbeit angesichts völlig veränderter Rahmenbedingungen neu gedacht werden. Denn die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und der Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse waren seinerzeit nicht absehbar.
Heute können wir diese Entwicklung nicht ignorieren, sondern müssen über neue Möglichkeiten der Finanzierung unserer Sozialen Sicherungssysteme nachdenken. Alles beim Alten zu belassen würde bedeuten die Einnahmeseite unseres Gesundheits- und Sozialwesens aufs Spiel zu setzen und das Kollabieren unserer Sozialen Sicherungssysteme zu riskieren. Die Aufgabe, vor der wir heute stehen heißt nicht Sozialabbau. Tatsächlich geht es um das genaue Gegenteil: Die Ermöglichung des Fortbestandes unserer Sozialen Sicherungssysteme angesichts veränderter Rahmenbedingungen. Sich dieser Aufgabe zu stellen empfinde ich auch nach über 30 Jahren politischen Engagements als ebenso herausfordernd wie verpflichtend.
Beim Lesen und Verweilen auf meiner Seite wünsche ich Ihnen viel Spaß. Ich hoffe, Sie können die gesuchten Informationen finden. Gerne können Sie sich mit Fragen, Anregungen oder Anstößen an mich wenden.
Herzlichst,
Ihre Gudrun Schaich-Walch