"Meine Bewerbung beim Parlamentarischen Patenschaftsprogramm, PPP genannt..."
Ein persönlicher Erfahrungsbericht
Ich heiße Fee Lara Traut, bin 17 Jahre jung und gehe in die 10. Klasse auf das Lessing-Gymnasium in Frankfurt/ Main.
Vom "PPP" habe ich im August letzten Jahres durch einen Zeitungsartikel erfahren und da ich mich schon längere Zeit für ein Auslandsjahr interessiert habe, sofort die Initiative ergriffen! Anfangs dachte ich, dass ich sehr geringe Chancen habe bis ich dann eine Zusage für das Auswahlgespräch bekommen habe; im Oktober war es dann soweit: Das Auswahlgespräch...
Auf dem Weg dorthin war ich doch ziemlich aufgeregt ( Gedanken waren zum Bsp.: "Was für ein Niveau unter den anderen Jugendlichen erwartet mich dort und bin ich dem Ganzen überhaupt gewachsen?!" ). Dort angekommen, verwandelte sich meine Aufregung relativ schnell in Motivation, das Beste zu geben, d. h. sich an den Diskussionen zu beteiligen, etc. und die 6 Stunden verflogen auf einmal, es fing an Spaß zu machen! Nach einem 30-minütigem Politik-Geschichtstest folgte ein Einzelgespräch mit dem Kommitee, teils auf Englisch. Außerdem sollte man zu dem Gespräch2 Gegenstände mitbringen:
- Was charakterisiert meine Person? und
- Was verbinde ich mit meiner/ m Stadt/ Bundesland bzw. wie kann ich diese am besten darstellen?
Für mich wählte ich zum einen meinen "Kinderatlas", mit dem mein Interesse für die Welt geweckt wurde und zum anderen eine Wasserwaage, da ich "Waage" bin und mir das friedliche Gleichgewicht unter Menschen sehr wichtig ist! Für meine Heimat Frankfurt bastelte ich eine Collage mit den wichtigsten "Sights".
Nach Beendigung des Auswahlgespräches fühlte ich mich richtig gut; doch jetzt war ersteinmal WARTEN angesagt! Mitte Januar erfuhr ich dann, dass ich für das Stipendium von Frau Schaich-Walch ( Abgeordnete des Bundestags ) nominiert wurde und war bzw. bin der glücklichste Mensch auf Erden, es war bzw. ist praktisch mit einem Lottogewinn zu vergleichen....nur: Viel besser!!!! ( hier noch mal herzlichen Dank an Frau Schaich-Walch! )
Es ist einfach unglaublich, dass ich als quasi "Botschafterin" repräsentativ für Deutschland für 10 Monate in die USA reisen darf und dort eine völlig neue Kultur und Gesellschaft bzw. Lebensweise kennen lernen darf! Ich freue mich aber auch vor allem auf den interkulturellen Austausch unter den Gleichaltrigen und natürlich auf das Leben bei einer typisch amerikanischen Gastfamilie.
Selbstverständlich mache ich mir auch Gedanken darüber, dass mir meine Familie, Freunde, Verwandte, etc. fehlen werden, aber ich bin recht
zuversichtlich, dass ich erstens durch die Ablenkung, d. h. die ganzen neuen Eindrücke und zweitens sowieso kaum Zeit haben werde, Heimweh aufkommen zu lassen.
So, was bleibt meinerseits noch zu erwähnen? Meine Hobbys sind: Sport ( inline-skaten, seit neustem rudern, gelegentlich reiten, joggen und schwimmen ), ich spiele Klarinette, lese gerne und verabrede mich mit Freunden fürs Theater, Konzerte oder einfach zum Austausch über aktuelle Themen, die uns derzeit beschäftigen.
Ansonsten emfehle ich jedem, der überlegt ein Auslandsjahr zu absolvieren und dem vielleicht die finanzielllen Gegebenheiten fehlen, sich beim "PPP" zu bewerben, denn ich fühle bereits jetzt, dass das bevorstehende Jahr mein Leben positiv beeinflussen wird!
Viel Glück & Erfolg!